Keine Frage: Nach 40 Jahren braucht die Chärnshalle eine Auffrischung. 1987 wurde sie für 6 Mio. Franken gebaut, nun soll sie für 9 Mio. Franken erneuert werden. Die geplanten Kosten haben sich seit der ersten Information vor Jahren mehr als verdoppelt. Einen konkreten Plan gab es lange nicht – nun liegt er vor.
Am 14. September 2026 wurde öffentlich über die geplante Sanierung orientiert. Am 27. September 2026, also nicht einmal zwei Wochen später, findet die Abstimmung statt. Warum diese Eile? Die Antwort ist einfach: Das Thema muss vom Tisch.
An der Gemeindeversammlung im kommenden November soll bereits der Planungskredit für die nächste Grossinvestition gesprochen werden. Die Schule will sanieren und ein weiteres Gebäude errichten. Kostenpunkt: 24 Mio. Franken. Über den Planungskredit gibt es aber gar keine Abstimmung, sondern lediglich eine «Kenntnisnahme» des Aufgaben- und Finanzplans.
Richtig wäre doch, zuerst öffentlich über ein geplantes Projekt zu informieren, dann über den Rahmenkredit abstimmen zu lassen und erst danach mit der Planung zu beginnen. Deshalb braucht es ein Nein zum Sonderkredit Chärnshalle, damit solche Projekte bürgernäher angegangen werden.
Ein Nein ist kein Nein zur Sanierung der Chärnshalle. Es ermöglicht eine Denkpause. In Rothenburg stehen Investitionen von weit über 100 Mio. Franken an. Ein bürgernahes Vorgehen würde sich daher lohnen.